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Ein Blick in die Vergangenheit der DPSG ...
Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) gehört zum Ring deutscher Pfadfinderverbände und damit zur Weltpfadfinderbewegung. Diese wurde .... von Lord Robert Baden-Powell of Gilwell gegründet. Heute ist die World Organization of the Scout Movement (WOSM) mit ca. 37 Millionen Mitgliedern die größte Jugendbewegung der Welt. Doch nicht immer sah die DPSG so glanzvollen Zeiten entgegen, wie es heute der Fall ist.
1929 wurde die DPSG gegründet, nachdem sich bereits ein Jahr zuvor erste Pfadfindergruppen in vereinzelten Städten Deutschlands gegründet haben. Zu diesem Zeitpunkt ist die DPSG ein reiner Männerverein.
Bereits wenige Jahre später, 1934, werden Kluft, Banner und Abzeichen durch die Nationalsozialisten verboten. In den folgenden Jahren werden die ersten Landespfadfinderverbände durch die GESTAPO aufgelöst.
1938 wird der Verband offiziell aufgelöst und verboten. Viele Gruppen arbeiten daraufhin in der Illegalität weiter. Relativ schnell nach dem Krieg beginnt man mit dem Aufbau neuer Pfadfindergruppen auf örtlicher Ebene.
1946 gibt sich der Verband auf der ersten Bundesversammlung (damals noch "Bundesthing") nach dem Krieg eine neue Ordnung. Ein Jahr später wird die DPSG Mitbegründer des Bundes der Katholischen Jugend (BDKJ).
Einige Jahre später (1956) ruft der Verband zu einem großen Sozialwerk auf. Man plant den Aufbau eines Zeltlagerplatzes und Ferienheimes für Leute mit Behinderungen - es entsteht das Bundeszentrum in Westernohe im Westerwald!
1961 wird die erste Jahresaktion ins Leben gerufen. In den folgenden Jahren wird sie zum Zeichen eines dauerhaften sozialen Engagements der DPSG in der ganzen Welt.
Zehn Jahre später fasst man den Entschluss, dass in Zukunft auch Mädchen und Frauen dem Verband beitreten dürfen.
Die 70er und 80er kann man in der Verbandsgeschichte vielleicht als "Winterschlaf" bezeichnen. Erst in den 90er Jahren beginnt die DPSG sich mit ihren Aktionen wieder verstärkt nach aussen zu präsentieren. Mit viel Engagement setzt man sich weltweit für Frieden und soziale Gerechtigkeit ein.
Der Anfang wird 1993 mit der Aktion "Total normal - Behinderte in unseren Gruppen?!" gemacht. Mit der Jahresaktion stellt man sich bewusst gegen die Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen. Ein Grundsatz, den man auch heute noch in den Stämmen wiederfindet.
Ebenfalls in diesem Jahr finden sich über 1000 Kinder im Bundeszentrum zu einem "Kindergipfel" zusammen und legen damit den Grundstein für die Kindermitbestimmung im Verband.
In den folgenden Jahren macht die DPSG durch die Jahres-/Aktionen auf sich aufmerksam und beweisst immer wieder aufs Neue ihr politisches und soziales Engagement.
Themen sind unter anderem:
"Weltoffen statt kleinkariert!" - eine Jahresaktion gegen Fremdenhass und Gewalt.
"WölflingsWirbel - Kinder bewegen ihre Welt!" - die Jüngsten des Verbandes zeigen, dass auch sie etwas bewegen können.
"Movida Bolivia" - gemeinsam mit dem bolivianischen Partnerverband wird der Ausbau eines bolivianischen Verbandszentrums unterstützt, in dem Lehrer weitergebildet werden sollen.
"Augen auf - Stoppt Diskriminierung!" - soll einmal mehr zur Zivilcourage gegen Fremdenhass aufrufen.
Als Auftakt zum Bundesstufenunternehmen "Fett Grün!" findet im September 2000 die Vollversammlung der Pfadfinderstufe in der Frankfurter Paulskirche statt. Dort formulieren ca. 200 Jugendliche ohne die Einflussnahme Erwachsener die einzigartige "Frankfurter Erklärung". Diese beinhaltet die Lebenseinstellung der Jugendlichen als Pfadfinder und ihre Ansprüche an sich und ihr Engagement!
Im Folgejahr beginnt in der DPSG der "update"-Prozess, womit sich die DPSG selbst und ihre Arbeit in den nächsten Jahren kritisch auf den Prüfstand stellen will, um ihre Struktur zu aktualisieren. Ein Ende hat der Prozess Pfingsten 2003 mit dem Leiterkongress in Westernohe.
Mit der Jahresaktion 2002 "Pfad zum Frieden" setzt sich der Verband für den Frieden und Gerechtigkeit im Nahen Osten ein. Die Aktion findet in Kooperation mit den Partnerverbänden der DPSG in Israel, Palästina und Jordanien statt.
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